“Die Marxsche Hegel-kritik in den Pariser Manuskripten (1) ist der Versuch der Erfüllung einer theoretische Aufgabe, die – wie Marx sagt – nicht außer acht gelassen werden konnte, wenn in der revolutionären Bewegung Klarheit hinsichtlich der “Methode des Kritisierens” herrschen sollte (2). Ähnlich tadelt später auch die “Deutsche Ideologie” die Junghegelianer, sie prüften nicht die allgemein-philosophischen Voraussetzungen ihrer Kritik; wenn sie dies täten, müßten sie sich mit der Philosophie Hegels gründlicher auseinandersetzen (3). Diese Klarstellung der “Methode des Kritisierens”, diese Untersuchung der allgemein-philosophischen Voraussetzungen der Kritik faßt Marx als eine theoretische Aufgabe, die den positiven Inhalt seiner Überzeugung von Ende der (spekulativen) Philosophie bildet und eine protophilosophische Reichweite hat: sie ist u. a. eine Überprüfung und Neuauffassung der Frage nach dem Sein, der Wirklichkeit, der Wahrheit” [Jindrich Zelený, Die Wissenschaftslogik bei Marx und »Das Kapital«, 1970] [(1) K. Marx, Kritik der Hegelschen Dialektik und Philosophie überhaupt, in: K. Marx/F. Engels, Die Heilige Familie und andere philosophische Frühschriften, Berlin, 1953, S. 73-98; vgl. a. Marx-Engels-Gesamtausgabe (weiter zitiert: MEGA) Teil 1, Bd 3, S. 150-172. – Bei den Pariser Manuskripten werden zusätzlich die Seitenangaben aus der MEGA angegeben – d. Übers.; (2) Vgl. ebenda, S. 73 (Ebenda, S. 150); (3) K. Marx / F. Engels, Die deutsche Ideologie, in: Werke, Bd. 3, Berlin 1958, S. 14]

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